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Private Krankenversicherung

Ein Systemwechsel will gerechnet sein.

Die Entscheidung zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung begleitet Sie Jahrzehnte. Sie verdient mehr als ein Bauchgefühl: einen ehrlichen Blick auf beide Systeme und auf Ihre eigene Situation.

Beratungsunterlagen mit Unterschriftsmappen und Füllfederhalter
Das System verstehen

Zwei Systeme, zwei Logiken.

Gesetzlich (GKV)

Umlageverfahren: Die Beiträge von heute bezahlen die Leistungen von heute.
Der Beitrag folgt dem Einkommen, bis zur Beitragsbemessungsgrenze.
Der Leistungskatalog ist gesetzlich definiert und politisch veränderbar.
Familienmitglieder können beitragsfrei mitversichert sein.

Privat (PKV)

Kapitalgedeckt: Alterungsrückstellungen werden von Beginn an aufgebaut.
Der Beitrag folgt Eintrittsalter, Gesundheitszustand und Tarifwahl, nicht dem Einkommen.
Vereinbarte Leistungen sind vertraglich garantiert.
Jede versicherte Person zahlt einen eigenen Beitrag.

Wohin sich das gesetzliche System bewegt

Beitragsentwicklung

Beitragssätze, Zusatzbeiträge und Beitragsbemessungsgrenze steigen seit Jahren. Wer gut verdient, zahlt Jahr für Jahr mehr, bei gleichem Leistungskatalog.

Leistungsdruck

Steigende Gesundheitsausgaben treffen auf begrenzte Einnahmen. Der Spielraum des Systems wird enger. Leistungsfragen werden politisch entschieden.

Demografie

Immer weniger Beitragszahler finanzieren immer mehr Leistungsempfänger. Ein Umlagesystem altert mit seiner Gesellschaft.

Zur Ehrlichkeit gehört: Beiträge steigen in beiden Systemen. Der Unterschied liegt in der Richtung des Drucks: umlagefinanziert und politisch gesteuert in der GKV, kapitalgedeckt und vertraglich gebunden in der PKV.

Chancen und Verpflichtungen

Was PKV in Gänze bedeutet.

Die private Krankenversicherung ist kein Upgrade, das man nebenbei bucht. Sie ist eine langfristige Verpflichtung mit echten Vorteilen und echten Anforderungen.

Die Chancen

Leistungen, die vertraglich zugesichert sind und nicht per Gesetz kürzbar. Ein Tarif, der sich nach Ihrem Bedarf gestalten lässt, vom Selbstbehalt bis zum Krankentagegeld. Ein Beitrag, der nicht mit dem Einkommen wächst. Alterungsrückstellungen, die den Beitrag im Alter abfedern sollen.

Die Verpflichtungen

Der Beitrag bleibt ein Leben lang Ihre Verantwortung, auch in der Rente. Eine Rückkehr in die GKV ist nur in engen gesetzlichen Grenzen möglich. Auch PKV-Beiträge steigen. Beitragsanpassungen gehören einkalkuliert. Jedes Familienmitglied braucht einen eigenen Vertrag.

Die PKV passt oft, wenn …

… Ihr Einkommen stabil über der Versicherungspflichtgrenze liegt, Sie selbstständig sind und Rücklagen bilden, Sie verbeamtet sind und Sie langfristig planen.

Und selten, wenn …

… Ihr Einkommen stark schwankt, eine große Familie mit einem Einkommen versichert werden soll oder für das Alter keine Rücklagen entstehen. Dann ist Bleiben oft die bessere Rechnung.

Interaktiv

Die Entwicklung in Zahlen.

Drei Blickwinkel auf dieselbe Frage — fahren Sie mit dem Finger oder der Maus über die Kurven für die genauen Werte.

GKV-Beitragssatz 1970–2026

Die Fakten im Bild

Neun Zahlen, die die Entscheidung prägen.

Demografie, Beitragsentwicklung und Systemlogik — kompakt aufbereitet, mit Quellenangaben. Zum Vergrößern einfach anklicken.

Beratungsansatz

Strukturierte Analyse statt Bauchgefühl.

1

Bestandsaufnahme

Einkommen, Familienplanung, Gesundheit, berufliche Perspektive: Wir erfassen, was Ihre Entscheidung tatsächlich beeinflusst.

Eigenes Vergleichstool 2

Analyse mit System

Mit meinem PKV-Vergleichstool stellen wir Ihre Beiträge heute und im Alter dem GKV-Szenario gegenüber, nachvollziehbar Zeile für Zeile. Einblick erhalten Sie im Gespräch.

3

Entscheidung ohne Druck

Am Ende steht Ihre Entscheidung. Auch „Sie bleiben in der GKV“ ist ein Ergebnis, wenn die Rechnung das sagt.

Häufige Fragen

Die Fragen, die in jedem Erstgespräch fallen.

Für wen kommt die private Krankenversicherung überhaupt infrage?+

Zugang haben Selbstständige und Freiberufler, Beamte sowie Angestellte, deren Jahresbruttoeinkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt (2026: 77.400 €). Ob der Wechsel sinnvoll ist, ist damit aber noch nicht beantwortet — das hängt von Gesundheitszustand, Familienplanung, Einkommensperspektive und Ihren Ansprüchen an die Versorgung ab. Genau das rechnen wir gemeinsam durch.

Stimmt es, dass die PKV im Alter unbezahlbar wird?+

Die Durchschnittszahlen zeichnen ein anderes Bild als der Mythos. Die PKV bildet Alterungsrückstellungen, erhebt einen gesetzlichen Zuschlag zur Beitragsdämpfung im Alter, und mit Beitragsentlastungstarifen lässt sich gezielt vorsorgen. Gleichzeitig steigen auch die GKV-Beiträge — seriöse Projektionen sehen den Beitragssatz bis 2050 zwischen 20 und 26 %. Entscheidend ist, beide Verläufe ehrlich gegenüberzustellen statt nur einen zu betrachten.

Kann ich später wieder zurück in die gesetzliche Krankenversicherung?+

Die Rückkehr ist bewusst schwierig gestaltet. Vor dem 55. Geburtstag ist sie in bestimmten Konstellationen möglich, etwa wenn das Einkommen als Angestellter wieder unter die Versicherungspflichtgrenze fällt; ab 55 ist sie praktisch ausgeschlossen. Deshalb gehört zur seriösen Beratung, diese Einbahnstraße vor der Entscheidung klar zu benennen — nicht danach.

Was ist mit meiner Familie und meinen Kindern?+

In der GKV sind Ehepartner ohne eigenes Einkommen und Kinder kostenfrei familienversichert. In der PKV hat jede Person einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag. Für Familien kann das die Rechnung deutlich verändern — in beide Richtungen, je nach Konstellation. Dieser Punkt gehört von Anfang an in den Vergleich, nicht ins Kleingedruckte.

Was ändert sich 2027?+

Mit dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz ist eine Sonderanhebung der Versicherungspflichtgrenze geplant — für Angestellte wird der Zugang zur PKV damit spürbar enger. Wer am 31.12.2026 privat versichert ist, genießt Bestandsschutz. Die endgültigen 2027er-Werte stehen erst mit der Verordnung fest; wer zwischen rund 77.400 € und 84.600 € verdient, sollte seine Optionen aber jetzt kennen.

Wie läuft die Beratung ab — und wie ergebnisoffen ist sie?+

Der Gesetzgeber verlangt beim Statuswechsel eine dokumentierte Beratung — und genau so arbeite ich: beide Systeme werden mit Ihren Zahlen durchgerechnet, Annahmen und Grenzen werden offengelegt, das Ergebnis wird schriftlich festgehalten. Wenn die GKV für Ihre Situation die bessere Antwort ist, steht das genauso im Protokoll.

Lassen Sie uns Ihre Situation durchrechnen.

GKV oder PKV: Die Antwort steht nicht fest, bevor wir Ihre Zahlen kennen.

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